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Maklerprovision in der Schweiz: Wie viel kostet ein Immobilienmakler wirklich?

Daniel Schüpfer

·

20.04.26

·

0 Min. Lesezeit

·

Immobilienverkauf

Immobilienmarkt

Kostenvergleich Immobilienbewertung Schweiz

Wer eine Immobilie in der Schweiz verkaufen möchte, stellt sich früher oder später die zentrale Frage: Was kostet mich ein Immobilienmakler - und lohnt sich die Investition? Die Maklerprovision, auch Courtage genannt, ist einer der grössten Kostenpunkte beim Immobilienverkauf. Gleichzeitig herrscht bei vielen Eigentümerinnen und Eigentümern Unsicherheit darüber, wie hoch die Gebühren tatsächlich ausfallen, was im Leistungspaket enthalten ist und ob sich die Provision verhandeln lässt. In diesem Artikel schaffen wir Transparenz.

Wie hoch ist die Maklerprovision in der Schweiz?

In der Deutschschweiz liegt die übliche Maklerprovision zwischen 2 und 3 Prozent des erzielten Verkaufspreises. Bei Mehrfamilienhäusern oder Liegenschaften mit höherem Transaktionswert bewegt sich die Courtage häufig im Bereich von 1,5 bis 2 Prozent. Die Faustregel lautet: Je höher der Verkaufspreis, desto tiefer fällt der prozentuale Anteil der Provision aus.

Rechenbeispiel: Was bedeutet das in Franken?

Verkaufspreis | Provision 2% | Provision 3%

  • CHF 600'000 | CHF 12'000 | CHF 18'000

  • CHF 1'000'000 | CHF 20'000 | CHF 30'000

  • CHF 1'500'000 | CHF 30'000 | CHF 45'000

Bei einer Eigentumswohnung mit einem Verkaufspreis von einer Million Franken zahlen Sie also zwischen 20'000 und 30'000 Franken an Maklergebühren. Das ist eine beträchtliche Summe - umso wichtiger ist es, genau zu wissen, welche Leistungen darin enthalten sind.

Ist die Maklerprovision gesetzlich geregelt?

Nein. Die Höhe der Maklerprovision ist in der Schweiz nicht gesetzlich festgelegt und somit Verhandlungssache. Es gibt lediglich eine Schranke gemäss Art. 417 OR: Ist ein Maklerlohn unverhältnismässig hoch, kann der Schuldner beim Gericht eine Herabsetzung beantragen. In der Praxis kommt das selten vor, doch es zeigt, dass Sie als Eigentümerin oder Eigentümer durchaus Verhandlungsspielraum haben.

Wer bezahlt die Provision?

In der Regel trägt die verkaufende Partei die Maklerprovision. Anders als in einigen Nachbarländern gibt es in der Schweiz keine gesetzliche Teilungspflicht zwischen Käufer und Verkäufer. Die Courtage wird üblicherweise erst bei erfolgreichem Verkaufsabschluss fällig - also nach der notariellen Beurkundung.

Was ist in der Maklerprovision enthalten?

Die Leistungen, die ein Makler für seine Courtage erbringt, variieren je nach Anbieter erheblich. Ein seriöses Leistungspaket umfasst in der Regel:

Immobilienbewertung: Professionelle Einschätzung des Verkehrswerts Ihrer Liegenschaft. Mehr dazu erfahren Sie in unserem Beitrag Was ist der Verkehrswert einer Immobilie? Erklärungen und Tipps für Eigentümer.

Vermarktungsstrategie: Erstellung von Exposés, professionelle Fotografie, Inserate auf Immobilienportalen und ggf. Social-Media-Kampagnen.

Besichtigungen: Organisation und Durchführung von Besichtigungsterminen mit potenziellen Käufern.

Verhandlungsführung: Preisverhandlungen im Interesse des Verkäufers.

Vertragsabwicklung: Begleitung bis zum notariellen Abschluss.

Achten Sie darauf, dass im Maklervertrag klar definiert ist, welche Leistungen inkludiert sind. Manche Makler berechnen zusätzlich Werbekosten, Reisekosten oder Aufwandsentschädigungen - auch wenn der Verkauf nicht zustande kommt. Lesen Sie den Vertrag deshalb immer sorgfältig durch.

Provision vs. Festpreis vs. Hybridmodell: Welche Vergütungsmodelle gibt es?

Neben der klassischen prozentualen Provision haben sich in den letzten Jahren alternative Modelle etabliert:

Prozentuale Provision (Erfolgshonorar)

Das gängigste Modell: Der Makler erhält 2-3% des Verkaufspreises, aber nur bei erfolgreichem Abschluss.

Vorteil: Der Makler ist motiviert, den bestmöglichen Preis zu erzielen.

Nachteil: Bei hochpreisigen Objekten kann die absolute Summe sehr hoch ausfallen.

Festpreismodell

Einige Anbieter arbeiten mit einem fixen Honorar, unabhängig vom Verkaufspreis. Typisch sind Beträge zwischen CHF 5'000 und CHF 15'000.

Vorteil: Planbare Kosten.

Nachteil: Der Makler hat weniger finanziellen Anreiz, den Verkaufspreis zu maximieren.

Hybridmodell

Eine Kombination aus Grundgebühr und erfolgsabhängiger Komponente. Dieses Modell bietet eine gute Balance zwischen Kostentransparenz und Leistungsanreiz.

Tipp: Vergleichen Sie mindestens drei Offerten, bevor Sie sich für einen Makler entscheiden. Achten Sie dabei nicht nur auf den Preis, sondern vor allem auf das Leistungspaket, die lokale Marktkenntnis und die Referenzen.

5 konkrete Tipps, um bei der Maklerprovision zu sparen

  1. Mehrere Offerten einholen: Vergleichen Sie Makler in Ihrer Region systematisch. Plattformen wie avendo machen diesen Vergleich einfach und transparent.

  2. Leistungsumfang prüfen: Eine tiefere Provision nützt nichts, wenn wesentliche Leistungen fehlen. Fragen Sie konkret nach: Sind professionelle Fotos, ein Energieausweis oder Home Staging im Preis inbegriffen?

  3. Provision verhandeln: Besonders bei hochpreisigen Liegenschaften lässt sich die Courtage oft auf 1,5-2% senken. Argumentieren Sie mit dem hohen Objektwert und der voraussichtlich kurzen Vermarktungsdauer.

  4. Vertragslaufzeit begrenzen: Vereinbaren Sie eine maximale Vertragsdauer von 3-6 Monaten. So bleiben Sie flexibel, falls die Zusammenarbeit nicht den Erwartungen entspricht. Wie lange ein Immobilienverkauf realistisch dauert, lesen Sie in unserem Artikel Wie lange dauert ein Immoverkauf? Ein realistischer Zeitplan.

  5. Auf versteckte Kosten achten: Klären Sie vorab, ob Inseratekosten, Notargebühren oder Aufwandsentschädigungen separat verrechnet werden.

Lohnt sich ein Makler überhaupt?

Die Antwort hängt von Ihrer persönlichen Situation ab. Studien und Erfahrungswerte zeigen, dass professionell vermarktete Immobilien im Schnitt einen höheren Verkaufspreis erzielen als privat inserierte Objekte. Der Grund: Makler verfügen über Marktkenntnisse, ein Käufernetzwerk und Verhandlungserfahrung, die Privatpersonen in der Regel fehlen.

Gerade in einem dynamischen Marktumfeld - der Marktbericht Schweizer Immobilienmarkt 2026 zeigt steigende Preise in vielen Regionen - kann ein erfahrener Makler den Unterschied zwischen einem durchschnittlichen und einem optimalen Verkaufsergebnis ausmachen.

Allerdings gilt: Nicht jeder Makler liefert die gleiche Qualität. Ein überhöhtes Honorar ohne entsprechende Gegenleistung ist rausgeworfenes Geld. Deshalb ist ein strukturierter Maklervergleich so wichtig.

Warum avendo für Transparenz bei Maklerkosten steht

avendo wurde gegründet, um den Immobilienverkauf in der Schweiz fairer und transparenter zu gestalten. Über unsere Plattform erhalten Sie kostenlos und unverbindlich Maklerempfehlungen, die auf Ihre Immobilie und Ihre Region zugeschnitten sind. Sie sehen auf einen Blick, welche Leistungen im Angebot enthalten sind - und können Courtagen direkt vergleichen.

Das Ergebnis: Sie behalten die Kontrolle über die Kosten und wählen den Makler, der das beste Preis-Leistungs-Verhältnis bietet. Kein Rätselraten, keine versteckten Gebühren.

Fazit: Informiert entscheiden, fair verhandeln

Die Maklerprovision in der Schweiz bewegt sich üblicherweise zwischen 2 und 3 Prozent des Verkaufspreises - ist aber weder gesetzlich fixiert noch in Stein gemeisselt. Als Eigentümerin oder Eigentümer haben Sie das Recht und die Möglichkeit, Konditionen zu vergleichen, zu verhandeln und das Modell zu wählen, das am besten zu Ihrem Verkaufsvorhaben passt.

Entscheidend ist nicht allein die Höhe der Provision, sondern das Gesamtpaket: Marktkenntnis, Vermarktungsstrategie, Verhandlungsgeschick und Transparenz. Wer hier klug auswählt, spart am Ende nicht nur bei der Courtage - sondern erzielt auch den besseren Verkaufspreis.

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