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Wie viel kostet es, eine Immobilie schätzen zu lassen?

Daniel SchüpferDaniel SchüpferMis à jour le 8 min de lectureImmobilienbewertungImmobilienmarkt
Wie viel kostet es, eine Immobilie schätzen zu lassen?

Ein Haus oder eine Wohnung schätzen zu lassen kostet in der Schweiz zwischen CHF 0 und rund CHF 2'500. Entscheidend ist die Methode: Eine Online-Bewertung ist kostenlos und dauert Minuten, eine hedonische Bewertung kostet CHF 300 bis CHF 400, ein Immobilienmakler bewertet im Rahmen eines Verkaufsmandats meist kostenlos, und ein Verkehrswertgutachten durch einen zertifizierten Schätzer kostet CHF 800 bis CHF 2'500. Für einen Verkauf reichen in der Regel die kostenlosen Wege.

Dieser Artikel zeigt, wie Sie Ihr Haus in drei Schritten schätzen lassen, was die vier Bewertungsarten kosten, welche Methode zu welchem Zweck passt und welche Unterlagen Sie bereitlegen sollten.

Haus schätzen lassen: So gehen Sie in drei Schritten vor

Der schnellste Weg zu einem belastbaren Wert führt über eine Abfolge von grob zu genau. Sie starten kostenlos online, verfeinern das Ergebnis mit einer Fachperson und beauftragen ein Gutachten nur dann, wenn ein Gericht, eine Behörde oder eine Bank es verlangt.

Schritt 1: Online-Bewertung in wenigen Minuten

Geben Sie Adresse, Objekttyp, Wohnfläche, Baujahr und Zustand ein. Die Schnellbewertung auf avendo.ch vergleicht Ihr Objekt mit Transaktionen in Ihrer Region und liefert sofort eine Preisspanne. Das Ergebnis ist kostenlos und unverbindlich und zeigt Ihnen, in welcher Grössenordnung sich Ihr Haus bewegt.

Schritt 2: Wert mit einer Fachperson verfeinern

Eine Online-Schätzung kennt weder Ihre Küche noch Ihren Garten. Lassen Sie den Wert darum von jemandem prüfen, der das Objekt sieht: ein regionaler Immobilienmakler besichtigt Ihr Haus und erstellt eine Marktwertanalyse, meist kostenlos, wenn er den Verkauf begleiten darf. Wer die Sicht der Bank braucht, fordert in der avendo Hauseigentümerplattform zusätzlich eine hedonische Bewertung an.

Schritt 3: Gutachten nur bei rechtlichem Bedarf

Ein Verkehrswertgutachten brauchen Sie erst, wenn der Wert vor einer Behörde, einem Gericht oder in einer Erbteilung standhalten muss. Für die Preisfindung beim Verkauf ist es überflüssig, denn den Preis bestimmt am Ende der Markt, nicht das Gutachten.

Welche Arten der Immobilienbewertung gibt es und was kosten sie?

In der Schweiz sind vier Bewertungsformen üblich. Sie unterscheiden sich in Kosten, Dauer, Genauigkeit und darin, wofür das Ergebnis anerkannt wird.

1) Online-Immobilienbewertung: kostenlos und schnell

Eine Online-Bewertung kostet CHF 0 und liefert das Ergebnis in wenigen Minuten. Sie schätzt den Marktwert anhand von Standort, Objekttyp, Baujahr, Fläche und Vergleichstransaktionen aus der Region.

Die Methode eignet sich, wenn Sie sich einen schnellen Überblick verschaffen wollen, den Verkauf erst planen oder vor einer Hypothekarverlängerung wissen möchten, wo Ihr Haus steht. Sie berücksichtigt nicht alle individuellen Merkmale wie Zustand oder Ausbauqualität. Bei Standardobjekten wie Einfamilienhäusern und Eigentumswohnungen ist die Spanne trotzdem eine verlässliche Ausgangslage.

2) Hedonische Bewertung: die Sicht der Bank

Eine hedonische Bewertung kostet CHF 300 bis CHF 400 und dauert zirka 10 Minuten. Banken verwenden sie als Grundlage für die Belehnungshöhe: Wird dieser Wert bei einem Verkauf überschritten, müssen die Käufer die Differenz mit zusätzlichem Eigenkapital decken.

Der Vorteil: Sie erfahren, wie hoch eine Bank das Objekt einschätzt, und damit, welche Finanzierung ein Käufer realistisch erhält. Der Nachteil: Liebhaberobjekte und nicht normierte Objekte lassen sich hedonisch nicht zuverlässig bewerten. Wie das Verfahren im Detail funktioniert, erklärt der Artikel Die hedonische Bewertung im Detail.

In der avendo Hauseigentümerplattform können Sie mit einer Onlinebewertung starten und danach bei Bedarf eine hedonische Bewertung kostenlos anfordern: Jetzt loslegen.

3) Bewertung durch einen Immobilienmakler: meist kostenlos und persönlich

Die Bewertung durch einen Immobilienmakler kostet im Rahmen eines Verkaufsservice meist CHF 0 und braucht 1 bis 2 Stunden vor Ort plus Analyse. Der Makler besichtigt Ihr Objekt und erstellt eine Marktwertanalyse, in die neben Daten auch die regionale Nachfrage und der aktuelle Markttrend einfliessen.

Viele seriöse Makler bieten diese Dienstleistung kostenlos an, vor allem wenn sie den anschliessenden Verkauf übernehmen dürfen. Das Ergebnis kann je nach Makler leicht variieren. Darum lohnt es sich, zwei Bewertungen zu vergleichen. Über avendo.ch erreichen Sie geprüfte regionale Makler, die Ihre Immobilie kostenlos und unverbindlich bewerten.

4) Verkehrswertgutachten durch zertifizierte Schätzer: detailliert, aber kostenpflichtig

Ein Verkehrswertgutachten kostet zirka CHF 800 bis CHF 2'500 und dauert einige Tage. Erstellt wird es von zertifizierten Immobilienschätzern, etwa Mitgliedern des Schweizer Immobilienschätzer-Verbands SIV oder Fachleuten mit CAS Immobilienbewertung.

Das Gutachten ist ein rechtlich belastbares Dokument und wird von Banken, Behörden und Gerichten anerkannt. Es ist sinnvoll bei Erbteilungen, Scheidungen, Finanzierungen sowie Steuer- oder Gerichtsverfahren. Für den Verkauf eines Hauses oder einer Wohnung ist es in der Regel überflüssig, denn der tatsächliche Preis wird vom Markt bestimmt.

Kostenübersicht: So viel kostet es, eine Immobilie schätzen zu lassen

BewertungsartKosten CHFDauerZweck
Onlinebewertung0MinutenErste Marktwertschätzung
Hedonische Bewertung300-400ca. 10 MinutenUmfinanzierung, Verkauf
Bewertung durch Makler0 (im Rahmen eines Verkaufsauftrages)2hVerkaufsplanung
Gutachter Bewertung800 - 2'500TageRechtliche Zwecke

Welche Bewertung passt zu welchem Zweck?

Die richtige Methode hängt davon ab, wer das Ergebnis am Ende akzeptieren muss. Ein Käufer akzeptiert den Marktpreis, eine Bank ihre hedonische Schätzung, ein Gericht nur ein Gutachten.

Ihr AnliegenEmpfohlene MethodeKosten
Verkauf von Haus oder WohnungOnline-Bewertung, dann MaklerbewertungCHF 0
Hypothek erneuern oder aufstockenOnline-Bewertung, hedonische Bewertung über die BankCHF 0 bis 400
Erbteilung oder ErbvorbezugVerkehrswertgutachtenCHF 800 bis 2'500
Scheidung mit VermögensaufteilungVerkehrswertgutachtenCHF 800 bis 2'500
Steuer- oder GerichtsverfahrenVerkehrswertgutachtenCHF 800 bis 2'500
Reines MarktinteresseOnline-BewertungCHF 0

Bei einer Erbteilung oder Scheidung können sich die Beteiligten auch auf eine kostenlose Bewertung einigen. Sobald jemand den Wert anzweifelt, braucht es aber das Gutachten. Was im Scheidungsfall mit dem Haus geschieht, erklärt der Artikel Immobilie im Scheidungsfall.

Was beeinflusst den geschätzten Wert?

Jede Bewertungsmethode stützt sich auf dieselben Werttreiber. Wer sie kennt, versteht, warum zwei Schätzungen voneinander abweichen können.

  • Lage: Gemeinde, Quartier, Steuerfuss, Verkehrsanbindung, Aussicht und Lärm. Die Lage ist der stärkste Faktor und lässt sich nicht verändern.
  • Grundstück: Fläche, Zonenordnung und noch nicht genutzte Ausnützung. Ein Grundstück mit Reserve ist mehr wert als eines, das voll bebaut ist.
  • Gebäude: Wohnfläche, Zimmerzahl, Baujahr, Bauqualität und Zustand von Dach, Fassade, Fenstern, Heizung und Nasszellen.
  • Ausbau und Energie: Küche, Bäder, Bodenbeläge sowie der Energiestandard. Ein Gebäudeenergieausweis (GEAK) macht die Energiekosten für Käufer vergleichbar.
  • Marktlage: Angebot und Nachfrage in der Region sowie das Zinsniveau. Dieselbe Immobilie ist in einem Verkäufermarkt mehr wert als in einem Käufermarkt.

Welche Rolle diese Faktoren bei der Preisfindung spielen und was Sie mit dem ermittelten Wert anfangen, lesen Sie im Artikel Was ist mein Haus wert?. Den Unterschied zwischen Marktwert, Verkehrswert und Versicherungswert erklärt der Artikel Was ist der Verkehrswert einer Immobilie?.

Welche Unterlagen brauchen Sie für die Schätzung?

Für die Online-Bewertung genügen Adresse, Objekttyp, Wohnfläche, Baujahr und eine ehrliche Einschätzung des Zustands. Für eine Bewertung vor Ort oder ein Gutachten sollten Sie folgende Dokumente bereitlegen:

  • Grundbuchauszug mit Dienstbarkeiten und Grundpfandrechten
  • Grundrisse, Schnitte und Situationsplan
  • Nachweis des Gebäudeversicherungswerts
  • Belege zu Renovationen und Umbauten mit Jahr und Kosten
  • GEAK, falls vorhanden
  • Bei Eigentumswohnungen: Begründungsakt, Reglement, Protokolle der Eigentümerversammlung und die letzten Nebenkostenabrechnungen

Je vollständiger die Unterlagen, desto genauer die Schätzung und desto weniger Rückfragen. Wo Sie welches Dokument beschaffen, zeigt die Unterlagen-Checkliste für den Hausverkauf.

Online-Bewertung oder Gutachten: Wann reicht welche?

Eine Online-Bewertung reicht, wenn Sie ein Standardobjekt besitzen und eine Orientierung oder eine Verkaufsgrundlage brauchen. Ein Gutachten ist nötig, wenn der Wert rechtlich verbindlich sein muss oder das Objekt so speziell ist, dass Vergleichsdaten fehlen.

SituationOnline-Bewertung reichtFachperson oder Gutachten nötig
Einfamilienhaus oder Eigentumswohnung in WohnzoneJaNur bei rechtlichem Bedarf
Liebhaberobjekt, Villa, BaudenkmalNeinMakler oder Gutachter
Bauland oder AbbruchobjektNeinGutachter, Wert hängt von der Ausnützung ab
Mehrfamilienhaus oder RenditeliegenschaftNeinGutachter, Bewertung nach Ertragswert
Erbteilung, Scheidung, GerichtsverfahrenNeinVerkehrswertgutachten

Für Bauland gilt eine eigene Logik, denn dort zählt die mögliche Nutzung, nicht die Fläche. Der Artikel Bauland verkaufen erklärt die Details. Für Renditeobjekte ist der Ertragswert massgebend, wie im Artikel Mehrfamilienhaus verkaufen beschrieben.

Praxis-Tipps: So holen Sie das Beste aus Ihrer Bewertung heraus

  • Unterlagen vorbereiten: Grundbuchauszug, Pläne und Renovationsbelege beschleunigen jede Bewertung und verhindern Abschläge wegen fehlender Informationen.
  • Zwei Bewertungen vergleichen: Weichen die Ergebnisse stark voneinander ab, fragen Sie nach der Begründung. Ausreisser nach oben sind oft Lockangebote.
  • Zustand ehrlich angeben: Eine geschönte Online-Eingabe liefert einen geschönten Wert, der sich beim Verkauf nicht halten lässt.
  • Regionale Expertise wählen: Der lokale Markt entscheidet über den realen Wert. Ein Makler, der die Gemeinde kennt, schätzt genauer als eine überregionale Kette.
  • Den Wert nicht mit dem Angebotspreis verwechseln: Inserate der Nachbarn zeigen Wünsche, nicht Abschlüsse. Massgebend sind tatsächlich bezahlte Preise.

Wenn Sie den Wert kennen und verkaufen möchten, zeigt der Artikel Haus für den Verkauf vorbereiten, welche Schritte als Nächstes folgen.

Fazit: Eine Immobilienbewertung muss nicht teuer sein

In den meisten Fällen können Sie Ihre Immobilie kostenlos schätzen lassen: online in wenigen Minuten oder über einen regionalen Makler. Eine kostenpflichtige Gutachterbewertung ist nur bei rechtlichen oder steuerlichen Anliegen notwendig. Starten Sie mit der kostenlosen Schnellbewertung und lassen Sie den Wert danach von einer Fachperson bestätigen.

Questions fréquentes

Was kostet eine Immobilienbewertung in der Schweiz?
Die Kosten einer Immobilienbewertung in der Schweiz reichen von kostenlos bis rund CHF 2'500. Eine Online-Bewertung kostet CHF 0, eine hedonische Bewertung CHF 300 bis CHF 400, die Bewertung durch einen Immobilienmakler ist im Rahmen des Verkaufsservice meist kostenlos, und ein Verkehrswertgutachten durch einen zertifizierten Gutachter kostet zirka CHF 800 bis CHF 2'500.
Wie kann ich mein Haus kostenlos schätzen lassen?
Ihr Haus kostenlos schätzen lassen können Sie auf zwei Wegen: mit einer Online-Bewertung, etwa der Schnellbewertung auf avendo.ch, die in wenigen Minuten eine Preisspanne liefert, oder über einen regionalen Immobilienmakler, der die Marktwertanalyse meist kostenlos anbietet, wenn er den Verkauf begleiten darf. Beide Wege sind unverbindlich.
Wie genau ist eine Online-Bewertung?
Eine Online-Bewertung liefert eine realistische Preisspanne für Standardobjekte wie Einfamilienhäuser und Eigentumswohnungen, weil sie auf Vergleichstransaktionen in der Region beruht. Sie kennt aber weder den Zustand noch die Ausbauqualität oder Besonderheiten des Objekts. Für Liebhaberobjekte, Bauland oder Mehrfamilienhäuser braucht es darum eine Bewertung durch einen Makler oder Gutachter.
Kann ich meine Immobilie in der Schweiz kostenlos schätzen lassen?
Ja, eine Immobilienbewertung ist in der Schweiz in den meisten Fällen kostenlos möglich: per Online-Bewertung, etwa auf avendo.ch, in wenigen Minuten oder durch einen Immobilienmakler, der die Marktwertanalyse häufig kostenlos anbietet, vor allem wenn er den anschliessenden Verkauf übernehmen darf. Eine kostenpflichtige Gutachterbewertung ist nur bei rechtlichen oder steuerlichen Anliegen notwendig.
Wann braucht es ein kostenpflichtiges Verkehrswertgutachten?
Ein Verkehrswertgutachten durch zertifizierte Immobilienschätzer (z. B. SIV oder CAS Immobilienbewertung) ist als rechtlich belastbares Dokument bei Erbteilungen, Scheidungen, Finanzierungen sowie Steuer- oder Gerichtsverfahren sinnvoll. Die Gutachterbewertung kostet zirka CHF 800 bis CHF 2'500 und dauert einige Tage. Für den Verkauf eines Hauses oder einer Wohnung ist ein Gutachten in der Regel überflüssig.
Wie lange dauert eine Immobilienbewertung?
Die Dauer einer Immobilienbewertung in der Schweiz hängt von der Methode ab: Eine Online-Bewertung liefert das Ergebnis in wenigen Minuten, eine hedonische Bewertung dauert zirka 10 Minuten, ein Immobilienmakler benötigt 1 bis 2 Stunden vor Ort plus Analyse, und ein Gutachten durch einen zertifizierten Bewertungsexperten nimmt einige Tage in Anspruch.
Welche Unterlagen brauche ich, um mein Haus schätzen zu lassen?
Für eine Online-Bewertung genügen Adresse, Objekttyp, Wohnfläche, Baujahr und Zustand. Für eine Bewertung vor Ort oder ein Gutachten sollten Sie Grundbuchauszug, Pläne, Gebäudeversicherungsnachweis, Belege zu Renovationen und, falls vorhanden, den GEAK bereithalten. Bei Eigentumswohnungen kommen Begründungsakt, Reglement und die letzten Nebenkostenabrechnungen dazu.
Was kostet eine hedonische Bewertung?
Eine hedonische Bewertung kostet in der Schweiz CHF 300 bis CHF 400. Sie wird meistens von Banken verwendet und bildet die Grundlage für die Belehnungshöhe: Wird dieser Wert bei einem Verkauf überschritten, müssen Käufer zusätzliches Eigenkapital mitbringen. In der avendo Hauseigentümerplattform lässt sich nach einer Onlinebewertung bei Bedarf eine hedonische Bewertung kostenlos anfordern.
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Daniel Schüpfer

Daniel Schüpfer

Mitgründer, Strategie & Marketing